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Elf digitale Marketingstrategien, die keine sozialen Netzwerke verwenden

Im Zeitalter von zunehmender Nutzung des Internets in allen Lebensbereichen sind digitale Marketingstrategien für Unternehmen jeder Größenordnung ein wichtiger Bestandteil der Werbung.

Immer wenn es um digitale Marketingstrategien geht, stehen die sozialen Netzwerke im Mittelpunkt. Da Fernsehen und andere Medien gegenüber dem Internet an Boden verlieren, ist es kein Wunder, dass sich Vermarkter den sozialen Medien zuwenden. Auf LinkedIN sind mir mehrfach Werbeanzeigen aufgefallen, in denen behauptet wird, dass aktuell bereits mehr als 80 % aller Geschäftsabschlüsse über LinkedIN generiert werden.

Unternehmer oder Selbstständige könnten also auf die Idee kommen, dass nur mit einem verstärkten Einsatz bei LinkedIN auch weiterhin Umsätze in der digitalen Welt zu generieren sind.

Social Media sind zwar wichtig, wenn es um Ihre digitalen Marketingstrategien geht, denn die tägliche Nutzungsdauer der sozialen Medien hat sich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt. Die User verbringen inzwischen mehr als zwei Stunden auf LinkedIN, Facebook oder instagram.

Aber wie sieht es mit anderen Methoden des digitalen Marketings aus? Sicherlich können die Leute nicht noch viel mehr Zeit auf den sozialen Netzwerken verbringen. Es fühlt sich für mich auch ungesund an, auch wenn ich nur davon lese.

Es gibt glücklicherweise auch noch andere Methoden, um potentielle Kunden für Ihre Produkte oder Dienstleistungen zu interessieren, ohne soziale Medien zu spammen und auf Ergebnisse zu warten.

Hier sind einige Möglichkeiten, die für Sie interessant sein könnten:

1. Bloggen

Praktisch jedes Unternehmen kann Corporate Blogging in seine digitale Marketingstrategien einbeziehen. Bei einem Blog auf Ihrer Website geht es aber nicht nur darum, einfach Informationen zu teilen.

Vielmehr können Sie ihre Inhalte mit Keywords so optimieren, dass diese auch von den Suchmaschinen gefunden werden. Nachdem Sie die Möglichkeiten entdeckt und Funktionsweisen der Suchmaschinen kennengelernt haben, können Sie ihr Publikum einfacher erweitern und mit informativen Inhalten begeistern. Ihre Artikel, Infografiken und anderen Medien, die Sie auf Ihrem Blog veröffentlichen, sorgen zusätzlich dafür Sie als vertrauenswürdigen Experten zu etablieren.

2. Suchmaschinenmarketing (SEM)

SEM umfasst eine Vielzahl von Faktoren, die dazu beitragen, dass Ihre Website in Suchmaschinen sichtbar wird. Andererseits wird es manchmal auch synonym mit bezahlter Werbung (SEA – Search Engine Advertising) verwendet.

Dienste wie Google AdWords werden von Unternehmen genutzt, um in den Suchergebnissen ganz oben zu landen. SEM umfasst auch SEO als Teil einer umfassenderen Strategie. Die Möglichkeiten von Pay-per-Click-Werbung sind eingeschränkt und unter Umständen auch mit hoch Kosten verbunden.

Sie brauchen auch die organische Reichweite, die Ihnen gutes SEO bieten kann.

3. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Wie bereits unter Punkt 1 erwähnt, können Sie ihren Blog und ihr Website so optimieren, dass Sie und Ihre Unternehmen von allen gängigen Suchmaschinen gefunden werden können.

Es gibt verschiedene Techniken, die Sie anwenden können, um Ihre Inhalte vorzubereiten. Es ist ein Muss die Anzahl der Suchanfragen und die Beliebtheit ihrer Artikel-Keywords zu recherchieren. Eine gute Möglichkeit hierfür bietet  beispielsweise Google-Trends oder auch „Der digitale Unternehmer“ mit einige kostenlose SEO Tools.

Wichtig ist auch die Verlinkung zwischen den Blog-Posts und anderen Teilen Ihrer Website zu verlinken. Das hilft Suchmaschinen, Ihre Seite zu indizieren, damit sie leichter gefunden werden kann.

Für kompliziertere Techniken können Sie mit einem kostenlosen SEO-Kurs in fünf Tagen Ihr Wissen über Suchmaschinenoptimierung erweitern.

4. Podcasts

Was Sie in Ihre Blogging-Strategie aufnehmen können, sind Podcasts zu Ihren Angeboten. Sie müssen keine großen Anstrengungen unternehmen, um einen professionellen Podcast zu erstellen. Einfache Dinge wie das Aufnehmen einer kurzen Version Ihrer Blog-Posts als MP3 reichen für den Start völlig aus. Aktuell ziehen die Menschen Audio- und Videoinhalte dem Lesen vor.

Veröffentlichen Sie ihren Podcasts auf ihrer Website. Mit einem Podcast zu interessanteren Themen erstellen, steigern Sie auch den Traffic auf Ihrer Website. Aber nicht nur die Ersthörer erhöhen die Website-Besucher. Auch die die Menschen, die Ihren Podcast interessant gefunden haben und diesen abonnieren oder ihren Freunden zeigen wollen, werden erneut Ihre Website besuchen.

5. Videos

Derzeit hat YouTube weltweit 1,9 Milliarden aktive Nutzer pro Monat und ist damit die am zweithäufigsten verwendete Suchmaschine. Ich denke, Sie wissen bereits, wer an der Spitze steht. 

Auf jeden Fall sind Videos eine der besten digitalen Marketingstrategien, die Sie sich vorstellen können. Die Menschen suchen nach schnellen Möglichkeiten, um Inhalte zu assimilieren. Videos geben ihnen diese Möglichkeit. Sogar kurze Vlogs (Videoblogs) sind für Ihr Publikum sehr nützlich.

Erstellen Sie Videos, die ein bestimmtes Detail Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung zeigen. Wenn Sie beispielsweise ein Berater oder Coach sind, können Sie ein Video erstellen, in dem über einen normalen Arbeitstag oder über eine Beratung bzw. ein Coaching gesprochen wird. Sie wissen, dass ein Berater oder Coach keinen routinemäßigen Arbeitstag hat, aber Ihr Publikum weiß das nicht. Zeigen Sie dies ihren Zuschauer und lassen Sie diese wissen, dass hinter Ihrem Service ein Mensch steht.

Das Beste an dieser Marketingstrategie ist, dass Sie viel Traffic direkt von YouTube erhalten können. Verlinkungen sind im YouTube Marketing elementar. Sie können jederzeit einen Link zu Ihrer Website setzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einen Untertitel oder Texte hinzufügen. Außerdem haben Sie auch noch in der Beschreibung die Möglichkeit zum Verlinken Ihrer Homepage.

Nochmals der Hinweis: Auch YouTube ist eine Suchmaschine. Recherchieren Sie auch bei den Vorbereitungen zur Videoerstellung die möglichen Keywords.

6. Kommentieren von Bewertungen

Wenn Sie Ihre Produkte über Amazon und Ebay verkaufen, nehmen Sie sich die Zeit, auf die Bewertungen Ihrer Kunden zu antworten – sowohl positive als auch negative. So zeigen Sie ihren Kunden, dass Sie die positiven Bewertungen wertschätzen, aber auch mit Kritik umgehen können.

Sie sich auch auf speziellen Bewertungsplattformen (z.B. Yelp o. ä.) registrieren und jederzeit auf allen Bewertungen antworten. Nehmen Sie vor allem Kritik ernst, so zeigen Sie ihren Kunden, dass Sie sich für deren Meinung interessieren und versuchen, sich zu verbessern.

Es ist auch erwähnenswert, dass Suchmaschinen wie Bing Yelp-Bewertungen berücksichtigen, wenn sie Suchergebnisse auflisten.

Google hat ein eigenes Bewertungssystem. Wenn Menschen beispielsweise Ihr Unternehmen, aber auch Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte etc., googeln, ist die Bewertung das Erste, was dem Sucher auffällt.

Wenn Sie aktuell noch wenige Bewertungen haben, lenken Sie in ihrer digitalen Marketingstrategie die Aufmerksamkeit auf andere Inhalte. Wie bereits im Absatz zum Bloggen beschrieben, dreht sich im Marketing alles um den Aufbau von Vertrauen.

7. Newsletter und Aufbau von Email-Listen

Der nächste logische Schritt, um weiter Vertrauen bei den Besuchern Ihrer Website aufzubauen, ist das Erstellen einer E-Mail-Liste. Wenn Sie die oben genannten Punkte effizient nutzen, können Sie die Besucher ihrer Website zu einer speziellen Landingpage führen, die Ihren Newsletter vorstellt.

Diese Landingpage bietet Ihnen die Möglichkeit eine oder mehrere Email-Listen zu erstellen. Es ist relativ einfach die Websitebesucher  für ein Abonnement zu begeistern – besonders dann, wenn Sie die folgenden Punkte beachten.

Wissen Sie schon, was die Menschen am meisten lieben? Kleine Geschenke! Bieten Sie ihren potentiellen Abonnenten etwas an, für das diese ihre Email-Adresse eingeben müssen. Vielleicht ist es der Download eines kurzen eBooks, einer Tabellenkalkulation oder eine kostenlose Testversion. Bieten Sie etwas an, was für die Menschen nützlich ist und was sie unbedingt haben wollen.

Vergessen Sie nicht, sich für eine Double-Opt-In-E-Mail-Liste zu entscheiden, damit Sie die DSGVO erfüllen und unnötige Abmahnungen vermeiden. Zum besseren Verständnis: Double-Opt-In bedeutet, dass ein neuer Abonnent per Link in einer Email bestätigen muss, die er Ihren Newsletter erhalten möchte. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihre Abonnenten auch tatsächlich an Ihrem Angebot interessiert ist.

E-Mail-Listen sind eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Kunden und Interessenten über Neuigkeiten oder Dinge zu informieren, die sie interessieren könnten. Optimalerweise werden einige Ihrer Abonnenten auch bereit sein, Ihre Dienstleistungen oder Ihre Produkte zu kaufen.

8. Affiliate-Marketing

Beim Affiliate-Marketing geht es in erster Linie um den Aufbau von profitablen Beziehungen zwischen Unternehmen.  Alles, was Sie hier tun müssen, ist einige gleichgesinnte Unternehmen zu finden, die an einem Partnerprogramm interessiert sind. Sie leiten den Verkehr auf die Websites des anderen um und erstellen Cross-Promotion-Anzeigen.

Das Teilen von Inhalten zwischen Unternehmen ist vielleicht der einfachste Weg, um ein neues Publikum zu gewinnen. Selbstverständlich können Sie hierfür auch die sozialen Netzwerke nutzen.

9. Mobile Marketing

Die Menschen verwenden ihre Mobilgeräte heute häufiger zur Suche und zum Anzeigen von Medien als PCs. Durch die zunehmende Verbreitung von mobilen Endgeräten und niedrige Mobilfunkpreise ist der Anteil mobiler Internetnutzer in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und belief sich im Jahr 2020 auf 80 Prozent.

Vor einigen Jahren konnten Sie Ihre Website und Inhalte nicht für Mobilgeräte optimieren. Heutzutage gibt es aber keine Entschuldigung mehr, wenn Ihre Website nicht auf die Eigenschaften des jeweils benutzten Endgeräts, vor allem auf Smartphones und Tabletcomputer, reagiert, es sei denn, Sie möchten mehr als die Hälfte Ihres potenziellen Publikums verlieren. Mit diesem Tool von Google können Sie überprüfen, ob Ihre Website für Mobilgeräte optimiert ist.

10. Virales Marketing

Virales Marketing beinhaltet, dass Menschen Ihr interessantes Marketing-Gimmick kostenlos teilen. Das geschieht meist über soziale Medien. Aber Sie müssen keine Zeit in den sozialen Medien verbringen, damit es funktioniert.

Wenn Sie bereits eine E-Mail-Liste haben, senden Sie Ihre ansprechenden Medien an Ihre Abonnenten. Den Rest erledigen diese für Sie.

Ebenso können Sie Ihre Videos, Podcasts oder Bilder einfach per Instant Messaging an Mitarbeiter des Unternehmens senden. Wenn Ihr Video etwas auffallend Interessantes ist, wird es ganz von selbst die Runde machen.

11. Holen Sie sich jemanden, der digitale Marketingstrategien für Sie entwickelt

Vielleicht fühlen Sie sich jetzt von der schieren Anzahl der verfügbaren digitalen Marketingstrategien überwältigt. Möglicherweise stellen Sie sich die Frage, wie Sie all diese Maßnahmen umzusetzen können, ohne dabei ihr Tagesgeschäft zu vernachlässigen?

Denken Sie dabei an den Titel dieses Artikels, denn all die Techniken beinhalten noch nicht einmal Social Media! Aber die sozialen Netzwerke sind eine andere Sache.

Schreiben Sie Beiträge, optimieren Sie die Inhalte für SEO und aktualisieren Sie Ihre digitalen Marketingstrategie. Verwenden Sie Ihre Zeit für Tätigkeiten, die auch Einkommen produzieren und reduzieren Sie ihren zeitlichen Aufwand in den sozialen Netzwerken einzulegen. Gewinnen Sie Zeit, damit Sie sich auf Ihr Geschäft konzentrieren können.

Wenn Sie vielleicht beim Lesen ins Schwitzen geraten sind, keine Sorge. Wir wissen was zu tun ist und geben Ihnen die erforderliche Rückendeckung mit außergewöhnlichen digitalen Marketingstrategien.

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